Wie feiert man weihnachten in Russland?

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Wie feiert man Weihnachten in Russland? Das überraschende Kernfakt ist: Das orthodoxe Weihnachtsfest fällt auf den 7. Januar nach dem julianischen Kalender und unterscheidet sich deutlich vom westlichen Brauchtum. Vor allem prägen eine 40-tägige Fastenzeit, religiöse Gottesdienste und traditionelle Speisen wie Kutja den Ablauf, während viele weltliche Elemente mit dem Neujahrsfest verschmolzen sind. Familien treffen sich spät in der Nacht, und für gemeinsame Fotos sind passende Weihnachtspullover beliebt, etwa als abgestimmte Kombination für mehrere Generationen (Weihnachtspullover familie).

Datum und kalender

Weihnachten wird am 7. Januar gefeiert; der Heilige Abend heißt Sochelnik und fällt auf den 6. Januar. Die festliche Svyatki-Periode reicht bis zum 19. Januar, sodass die Feiertage länger wirken als im Westen. Viele Bräuche, darunter das Schmücken von Bäumen, treten zeitgleich mit Neujahrsritualen auf.

Fasten, liturgie und traditionelles essen

Das 40-tägige Fasten endet mit einem festlichen Mahl, das oft mit Kutja beginnt und danach in eine Folge traditioneller Gänge übergeht. In ländlichen Gemeinden bleiben Gottesdienste und Volksbräuche stärker erhalten, in Städten mischen sich säkulare Elemente und moderne Strickvarianten von Weihnachtspullover-Designs. Für Haushalte mit Kindern ist es üblich, besondere Motive zu wählen; viele Familien setzen auf fröhliche Modelle (Weihnachtspullover kinder).

Wenn Sie mehr zur praktischen Seite von Familienfeiern und passenden Outfits lesen möchten, lohnt sich ein Blick auf unsere Auswahl an ausgefallenen Motiven (ugly christmas sweater), die oft bei gemeinsamen Festessen für Gesprächsstoff sorgen.

Regionale variationen und lokale bräuche

In den weiten Landstrichen Russlands zeigt sich Weihnachten in vielen Farben. In europäischem Russland dominieren die bekannten Gerichte und Kirchengesänge, in Sibirien und im hohen Norden mischen sich lokale Zutaten wie Rentierfleisch oder geräucherter Fisch in die Festtafeln. Der Duft von Tannennadeln und frisch gebackenem Gebäck zieht durch die Häuser, doch je weiter man nach Osten kommt, desto mehr prägen einfache, bodenständige Aromen die Teller.

Volksbräuche wie Koljadki, das Singen von Weihnachtsliedern von Haus zu Haus, verbinden Gemeinschaft und Spaß. In manchen Dörfern gehören Haussegnungen und kleine Orakelspiele zur Tradition, die nach alten Überlieferungen Hoffnung und Segen bringen. Solche Momente werden oft begleitet von der Wärme dicker Strickwaren, und ein Paar passende weihnachtspullover schafft dabei eine heimelige Verbindung zwischen Tafelrunde und Fotomoment.

Alltag in der weihnachtszeit

Am 6. und 7. Januar verändert sich der Tagesablauf: Viele Familien planen Besuche am späten Abend, Gottesdienste ziehen Menschen in die Kirchen, und die Straßen füllen sich mit leisen Gesängen. Obwohl große Geschenke häufiger zum Neujahr überreicht werden, gibt es auch an Weihnachten kleine Gaben und viele kulinarische Gesten. Weihnachtsmärkte entstehen in den letzten Jahren vermehrt in Städten, sie duften nach Gewürzen und heißen Getränken, bleiben aber weniger zentral als in anderen Teilen Europas.

Kirchenbesuch wirkt in ländlichen Regionen oft traditioneller und intensiver, während Städte eine Mischung aus religiöser Andacht, kulturellen Veranstaltungen und besinnlichen Familienessen zeigen. Diese Vielfalt macht die Jahreszeit so reich an Eindrücken: das Knistern von Kerzen, das tiefe Brummen von Chorälen und die warme Umarmung dicker Wollstoffe.

Kutja: kurzes Rezept und 12 typische gerichte

Zum Ende des Fastens kommt Kutja auf den Tisch, ein Gericht mit tiefer symbolischer Bedeutung. Hier eine einfache Anleitung in wenigen Schritten, damit Sie den Geschmack dieser Tradition nachfühlen können.

  • Weizen oder anderes Getreide über Nacht einweichen, dann weich kochen.
  • Gekochtes Getreide mit Honig und gemahlenem Mohn vermischen.
  • Gehackte Nüsse und getrocknete Früchte unterheben, nach Geschmack süßen.
  • Vor dem Servieren kurz ziehen lassen, damit sich Aromen verbinden.

Die folgenden zwölf Gerichte gehören häufig zur Festtafel, jeweils mit einem Schlaglicht auf Inhalt oder Region:

  • Kutja, Getreide mit Honig und Mohn, symbolische Eröffnung des Mahls.
  • Gekochter oder gebratener Fisch, oft anstelle von Fleisch während des Fastens.
  • Herzhafte Gemüsebeilagen, regional verschieden zubereitet.
  • Kompotts aus getrockneten Früchten, süß und wärmend.
  • Piroggen mit verschiedenen Füllungen, salzig oder süß.
  • Borschtsch in manchen Familien als Teil der warmen Gänge.
  • Sauer eingelegtes Gemüse als Kontrast zu süßen Speisen.
  • Salate mit Fisch oder Gemüse, je nach Region leicht variiert.
  • Süße Gebäckstücke, gewürzt mit Zimt und Vanille.
  • Honigkuchen, der an alte Bäckereien erinnert.
  • Milchfreie Varianten nach strengem Fasten, mit pflanzlichen Zutaten.
  • Regionale Spezialitäten, zum Beispiel Rentier oder geräucherter Fisch im Norden.

Häufig gestellte Fragen

Wann genau ist Weihnachten in Russland?

Weihnachten ist am 7. Januar nach dem julianischen Kalender; der Heilige Abend fällt auf den 6. Januar.

Warum feiern Russen Weihnachten später als im Westen?

Der Unterschied entsteht durch den Gebrauch des julianischen Kalenders in der Russisch-Orthodoxen Kirche, was das Datum um 13 Tage verschiebt.

Was ist Kutja und warum ist es wichtig?

Kutja ist ein Gericht aus gekochtem Getreide, Honig, Mohn und Nüssen; es steht für Gedenken an die Ahnen, Fruchtbarkeit und den Segen des neuen Jahres.

Welche Rolle spielt das Fasten vor Weihnachten?

Die 40-tägige Fastenzeit dient der religiösen Vorbereitung und verzichtet häufig auf Fleisch und tierische Produkte bis zur Festmahlzeit.

Wer ist Ded Moroz und wie unterscheidet er sich vom Weihnachtsmann?

Ded Moroz, Väterchen Frost, ist die traditionelle Figur für Neujahrsgeschenke, oft begleitet von Snegurochka; Geschenke werden überwiegend zum Neujahr überreicht.

Wie hat die Sowjetzeit die Weihnachtsfeier verändert?

Unter der Sowjetmacht wurden viele religiöse Bräuche eingeschränkt; zahlreiche Traditionen wurden in das säkulare Neujahrsfest verlagert, seit 1991 erlebt die orthodoxe Praxis eine Rückkehr.

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